Lachen (SZ): Kernerneuerung

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Eine Umfahrungsstrasse befreite den Lachener Dorfkern (9’500 Einwohnende) vom Durchgangsverkehr und bot die Möglichkeit einer umfassenden Neugestaltung des Zentrums als Fussgänger- und Begegnungszonen. Das Zentrum sollte für die Besuchenden wieder stärker ablesbar und erlebbar werden. Eine durch Gassen verbundene Trilogie von Plätzen prägt den Dorfkern. Der gesamte Freiraum zwischen den Plätzen inklusive der Zufahrtsstrassen wurde aufgewertet. Die Neuinterpretation des Freiraums, mit einem umfassenden neuen Verkehrskonzept, einheitlicher Signaletik und passender Möblierung und Beleuchtung greifen ineinander und schaffen einen Stadtraum, der die wertvollen bestehenden Orte und Gebäude miteinander in Einklang bringt.

Der alte, schutzwürdige Dorfkern Lachens mit seinen Gassen, Plätzen und Strassenzügen wurde durch eine Umfahrungsstrasse vom Verkehr entlastet. Sowohl der Dorfkern als auch die Zufahrtstrassen zum Dorfkern sind Teil des bearbeiteten Perimeters. Der Dorfkern sollte für die Besucher und Nutzer wieder stärker ablesbar und erlebbar werden. Eine durch Gassen verbundene Trilogie von Plätzen prägt den neuen Dorfkern Lachens. Der gesamte Freiraum zwischen den drei Plätzen Kirchplatz, Rathausplatz und Kreuzplatz wurde aufgewertet und ist nun für Bewohner und Besucher ein nutzbarer, qualitätsvoller Aufenthaltsraum und Begegnungsort. Die Neuinterpretation des Freiraums, mit einem umfassenden neuen Verkehrskonzept, einheitlicher Signaletik und passender Möblierung greifen ineinander und schaffen einen Stadtraum, der die wertvollen bestehenden Orte und Gebäude miteinander in Einklang bringt.

Die drei wichtigen Dorfplätze Rathausplatz, Kirchplatz und Kreuzplatz, welche bisher vom motorisierten Verkehr eingenommen waren, wurden wieder zu Plätzen für Menschen. Sie orientieren sich in Ihrer individuellen Gestaltung an der jeweiligen städtebaulichen Situation und örtlichen Besonderheiten wie den drei Brunnen oder historischen und religiösen Bezügen. Durch verwandte Materialien und Farben werden die Plätze in ihrer Zusammengehörigkeit gestärkt. Ein einheitlicher Asphaltbelag stärkt den räumlich spannenden Gassenraum zwischen der dichten und verwinkelten Bebauung des Dorfkerns. Im Rahmen der Kernerneuerung wurde der gesamte Strassenraum in eine Fussgänger- bzw. Begegnungszone umgewandelt. Anhand des neuen Verkehrsregimes entsteht ein koexistenter Strassenraum, welcher in den Gassen mehr Raum für Begegnungen, fürs Einkaufen und Flanieren bietet. Prägnante Orte wie Kreuzungen und Aufweitungen im Gassensystem sind jeweils durch einen Solitärbaum markiert. Über den gesamten Perimeter gilt als Grundsatz, dass dem Fussverkehr genügend Platz in Form von Fusswegen bereitgestellt wird.

Beteiligten

Bauherrschaft: Gemeinde Lachen 

Aufrtagnehmer:
Landschaftsarchitektur und Städtebau: bbz Landschaftsarchitekten, Bern; Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau, Zürich

Verkehr: Kontextplan, Zürich; AKP Verkehrsingenieur, Zürich 

Licht: d-lite Lichtdesign, Zürich

Signaletik: Schätti und Lehmann, Zürich

Planung und Bauleitung: B3 Brühwiler, Gossau; P. Meier & Partner, Lachen; BG Ingenieure und Berater, Schwyz 

Kunst am Bau: Laeri Architektur, Zürich

Meilensteine

2012: Studienauftrag

2015: Etappe 1 (Eingangstore + Start Bau Entlastungsstrasse)

2019: Etappe 2 (Zentrum Plätze)

2022: Etappe 3 (Begegnungszone)

2025-2030: Etappe 4 (Zufahrtsachsen)

Kostenrahmen

Bausumme total (inkl. MWST):

25 Mio. CHF (ohne Werkleitungsarbeiten)

Bundesbeitrag von 14,4 Mio. CHF im Rahmen des Agglomerationsprogramms

Bewertung der Jury
Die Neugestaltung des Lachener Dorfkerns besticht durch ihre stimmige Gesamtwirkung. Sie setzt die 2012 im Rahmen des Agglomerationsprogramms entworfene Vision um. Dank der Beharrlichkeit und der Projektbegleitung des Gemeinderats hat sich eine bemerkenswerte Identität herausgebildet. Die Umgestaltung in ein sicheres, ruhiges Zentrum, in dem das Gehen die beste Option ist, hat ein Umdenken bewirkt. Die grosse Fussverkehrsfreundlichkeit ist bis auf die Ebene der Feinerschliessung gewährleistet. Neben den drei sorgfältig gestalteten Plätzen säumen kleinere Aufenthaltsbereiche die Wege. Die Übergänge zwischen den sicheren Bereichen für die Menschen zu Fuss und den Fahrbahnbereichen in der Begegnungszone werden durch den Belag klar gekennzeichnet, und die ertastbaren Randsteinkanten dienen sehbehinderten Menschen zur Orientierung. Die über 100 neuen Bäume stellen einen erheblichen Mehrwert dar. Die Jury bedauert, dass im Zuge der Umgestaltung keine weiteren Begrünungen vorgenommen wurden und es zu keiner besseren Regenwassernutzung durch Anpassung der Ursprungsplanung gekommen ist.