Baden (AG): Umgestaltung Trafoplatz
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Der Trafoplatz wurde von seiner bisherigen Eventnutzung befreit. Eine umfassende Sanierung des Platzes ist erst in 10 Jahren vorgesehen. Zwischenzeitlich wurde der Platz nun mit einfachen Massnahmen und Re-Use Materialien aufgewertet. Er steht den zahlreichen Beschäftigten in Baden Nord und der Quartierbevölkerung als grüner Aufenthaltsort mit Verpflegungs- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Neben einer nutzbaren Rasenfläche wurde auch eine nicht begehbare ökologische Wiesenfläche angelegt. Die verbleibenden Hartflächen eignen sich für Kugelspiele.
Wo früher der Trafoplatz vor allem als Eventort diente, ist nun eine Grünfläche mit viel Raum zum Spielen, Entspannen und Begegnen entstanden.
Grössere Veranstaltungen finden seit Sommer 2025 auf dem neuen Brown-Boveri-Platz statt. Da der Trafoplatz erst in rund 10 Jahren umfassend saniert werden wird, sollte er zwischenzeitlich nicht einfach sich selbst überlassen werden. Mit niederschwelligen Massnahmen und Re-Use- Materialien wurde er ab letztem Herbst zu einem Grünraum für die Bewohner und Bewohnerinnen und die zahlreichen Beschäftigten in Baden Nord zu einem grünen Aufenthaltsort umgestaltet. Das Projekt wurde stadtintern ausgearbeitet und umgesetzt. Entstanden sind eine vielfältig nutzbare Rasenfläche, eine ökologische Wiese und Flächen für Kugelspiele. Eine «BoxUp»-Spielbox mit Spielmaterialien ermöglicht es, den Platz auch aktiv zu entdecken. Per App können verschiedene Spielgeräte gratis ausgeliehen werden. Zahlreiche Sitzgelegenheiten aus dem Bestand des Werkhofs laden zum Verweilen ein. Auch ein alter Brunnen fand sein zweites Zuhause in der Mitte des Platzes. Verschiedene, temporäre Verpflegungsangebote werden abwechselnd vor Ort sein und die Platznutzungen ergänzen. Festbankgarnituren stehen für den Aufenthalt und die Verpflegung über Mittag zur Verfügung. Sonnenschirme sorgen für Schattenplätze an sonnigen Tagen. Über zwei Jahre werden auf dem Trafoplatz verschiedenen Nutzungen ausprobiert, u.a. auch kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel ein Quartierfest oder Openair-Theater. Aus dieser zwischenzeitlichen Nutzung sollen Erkenntnisse für die spätere definitive Platzgestaltung gewonnen werden. Daher wurde eine zweijährige Testphase lanciert, welche von einer Gruppe mit lokal verankerten Personen unter der Leitung der Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit Denkstatt sàrl begleitet wird. Ende März 2026 wurde die Trafowiese mit einem Eröffnungsfest der Bevölkerung übergeben.
Beteiligten
Stadtentwicklung Stadt Baden
Werkhof Stadt Baden
Denkstatt sàrl
- Kreditsprache im Einwohnerrat, Januar 2025
- Projekterarbeitung, öffentliche Informationsveranstaltung, Aufruf zur Beteiligung in Begleitgruppe, Baugesuchsauflage und Baubewilligung Februar bis August 2025
- Eröffnung Brown-Boveri-Platz als neuer Eventplatz August 2025
- Begleitgruppensitzungen, September 2025 und Januar 2026
- Bauliche Umsetzung und Ausschreibung mobile Verpflegungsangebote, September 2025 bis Januar 2026
- Eröffnungsfest, März 2026
Insgesamt CHF 250‘000, davon CHF 100‘000 für die bauliche Umsetzung, CHF 150‘000 für Ausstattung, fachliche Begleitung und Prozess
Ergänzung
Nutzungs- und Gestaltungskonzept öffentlicher Raum Innenstadt, 2024
Im Hinblick auf die Eröffnung des Brown Boveri-Platzes im Sommer 2025 wurde ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept zu den Freiräumen in der Innenstadt erarbeitet. Das Konzept schafft einen Überblick über den innerstädtischen Raum und hat zur Aufgabe, die Platznutzungen zu differenzieren, das Gestaltungspotenzial der einzelnen Plätze aufzuzeigen und den neuen Brown-Boveri-Platz als Eventplatz in das Gesamtsystem einzubinden. Das Konzept zeigt ein Zielbild auf und macht Aussagen zur Funktion, Nutzung und Gestaltung der zentralen Freiräume in der Innenstadt. Mit Blick auf das Gesamtsystem werden die öffentlichen Räume der Innenstadt kategorisiert in repräsentative Stadtplätze und grüne Stadtplätze. Der Trafoplatz ist im Konzept als «Grüner Stadtplatz» enthalten. Er soll zu einem begrünten quartierbezogenen Freiraum umgestaltet werden. Kurzfristig soll der Platz im Sinne eines Experimentierorts für quartierbezogene Nutzungen und für die Aneignung durch die Bevölkerung nutzbar gemacht werden.