Flâneur d’Or 2026
Glattbrugg (ZH): Stadtpark
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Der Stadtpark Glattbrugg in Opfikon transformiert die kanalisierte Glatt zwischen Schul- und St.-Anna-Strasse in einen ökologisch aufgewerteten, ganzjährig zugänglichen Flussraum. Revitalisierungsmassnahmen fördern Biodiversität und Mikroklima. Aufgewertete Uferwege, neue Zugänge und Aufenthaltsangebote stärken Fussverkehr und Durchgängigkeit. Die Grünflächen des Freibadareals werden saisonal integriert. Der Park verbindet Quartiere zu einem identitätsstiftenden, naturnahen Grünraum.
Mit dem Stadtpark Glattbrugg hat Opfikon den Glattraum zwischen Schulstrasse und St.-Anna-Strasse in einen zusammenhängenden, öffentlich zugänglichen Fluss-Stadtpark transformiert. Ziel war es, die kanalisierte Glatt ökologisch aufzuwerten und gleichzeitig einen attraktiven Freiraum für Fussverkehr, Aufenthalt und Begegnung zu schaffen.
Die zuvor monotone Gewässerstrecke wurde durch gezielte Revitalisierungsmassnahmen strukturiert: Lenkbuhnen erzeugen Tiefen- und Strömungsvielfalt, Uferabflachungen und Flachwasserzonen erhöhen die ökologische Qualität. Standortgerechte Gehölze sorgen für Beschattung und tragen zur lokalen Kühlung bei. Treppenstufen, abgeflachte Uferbereiche und grosse Steine in der Glatt ermöglichen direkten und niederschwelligen Zugang zum Wasser. So entstand mitten im Siedlungsgebiet ein vielfältiger, erlebbarer Flussraum mit hoher Biodiversität.
Parallel dazu wurde der Freiraum klar auf den Fussverkehr ausgerichtet. Die beidseitigen Uferwege wurden aufgewertet und in das überregionale Freiraumkonzept Fil Bleu eingebunden. Der Fil Bleu Glattuferweg ist Teil einer kantonalen Fuss- und Veloverbindung entlang der Glatt und gewährleistet eine durchgängige, sichere Wegführung. Neue Zugänge, klare Wegführungen und attraktive Querungen stärken die Durchgängigkeit.
Besonderes Gewicht erhielt die Aufenthaltsqualität. Sitzstufen direkt am Wasser, Spiel- und Bewegungsangebote sowie Feuerstellen fördern die soziale Nutzung des Parks. Die Grünflächen des Freibadareals sind ausserhalb der Saison Teil des öffentlichen Parks und werden ohne zusätzlichen Landverbrauch als ergänzender Freiraum genutzt.
Der Stadtpark verbindet Schulareale, Sportanlagen, Verwaltung und Wohnquartiere zu einem identitätsstiftenden Grünraum mit hoher Aufenthaltsqualität, ökologisch wirksam und sozial integrativ. Er zeigt dadurch exemplarisch, wie Gewässerrevitalisierung, qualitätsvolle Freiraumgestaltung und Fussverkehrsförderung im urbanen Kontext wirkungsvoll kombiniert werden können.
Acteurs impliquésBauherrschaft: Stadt Opfikon, Bau und Infrastruktur
Kanton Zürich, AWEL Wasserbau
Bauherrenunterstützung: Bänziger Kocher Ingenieure
Oberbauleitung: Bänziger Kocher Ingenieure
Projektleitung: IUB Engineering AG
Fachbauleitung Wasserbau: IUB Engineering AG
Fachbauleitung Garten-/Landschaftsbau: Creato Umweltplanung
Örtliche Bauleitung Wasser- /Tiefbau: IUB Engineering AG
2012: Stadtentwicklungskonzept 2012+ mit dem Stadtpark als Leuchtturmprojekt
2015/2016: Vorstudie
2018/2019: Vorprojekt
2019-2021: Bauprojekt und Auflageprojekt (Wasserbauprojekt und Gewässerraumausscheidung)
2021: Urnenabstimmung Kreditbewilligung
2022/2023: Realisierung
Das Stadtparkprojekt umfasst drei Projektteile: die Gewässerrevitalisierung, die Landschaftsgestaltung des Stadtparks und den Fil Bleu Glattuferweg. Die Kosten für die Gewässerrevitalisierung hat der Kanton übernommen, die Kosten für die Landschaftsgestaltung des Stadtparks wurden von der Stadt Opfikon getragen und der Bau des Fil Bleu Glattuferwegs wurde vom kantonalen Tiefbauamt finanziert, wobei die Stadt Opfikon aufgrund des Strassengesetzes verpflichtet ist, sich mit 20 % an den Gesamtkosten des Uferwegs zu beteiligen.
Gewässerrevitalisierung (100% Kanton): CHF 887'452.28
Landschaftsgestaltung Stadtpark (100% Stadt): CHF 3'415'141.71
Fil Bleu Glattuferweg (80% Kanton, 20% Stadt): CHF 307'719.97
Gesamtkosten inkl. MwSt.: CHF 4'610'313.96
Der Kostenanteil der Stadt Opfikon konnte durch verschiedene Beiträge bzw. Subventionen um fast eine halbe Million Franken gesenkt werden. Dazu gehörten beispielsweise Beiträge aus dem Agglomerationsprogramm. Subventionen konnten über den ewz naturemade star Fonds und vom kantonalen Fonds für Natur-/Heimatschutz und Erholung sowie von der Energie Opfikon AG für den Brunnen und der Zürcher Kantonalbank für die Gewässerzugänge eingeholt werden.
Kontakt
(Nicola Witt, bauundinfrastruktur@opfikon.ch, 044 829 82 80); Kanton Zürich, AWEL Wasserbau (Silke Schlienger
Bauherrenunterstützung: Bänziger Kocher Ingenieure (Robert Bänziger)
Oberbauleitung: Bänziger Kocher Ingenieure (Christian Ebnet)
Projektleitung: IUB Engineering AG (Adrian Huber)
Fachbauleitung Wasserbau: IUB Engineering AG (Adrian Huber)
Fachbauleitung Garten-/Landschaftsbau: Creato Umweltplanung (Felix Naef)
Örtliche Bauleitung Wasser- /Tiefbau: IUB Engineering AG (Erich Plüss)