Schlieren (ZH): Begegnungszone am Bahnhof

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Die neu als Begegnungszone gestaltete Bahnhofstrasse in Schlieren erstreckt sich zwischen Bahnhofsvorplatz inklusive Güterstrasse und Stadtplatz. Die Verkehrsflächen werden nicht voneinander abgegrenzt. Schattenplätze unter Bäumen mit Sitzbänken und einer grossen Brunnenschale laden zum Verweilen ein und strukturieren den Raum. Neue Möglichkeiten eröffnen sich für die Aussengastronomie oder für Feste und Veranstaltungen. Geschwindigkeitsreduktion, Belebung mit neuen Treffpunkten sowie Baum- und Staudenpflanzungen stärken den öffentlichen Raum an dieser hoch frequentierten Fusswegeverbindung.


Strassenräume können als siedlungsverträgliche urbane Freiräume klassische Grünräume wie Park- und Sportanlagen sinnvoll ergänzen – und prägen das städtische Image. Die neu gestaltete Begegnungszone in Schlieren verleiht dem öffentlichen Raum ein urbanes Gesicht. Der Abschnitt zwischen Bahnhof und Stadtplatz bildet das zentrale Element mit den höchsten Fussgängerfrequenzen. Ein gleisparalleler Strassenabschnitt der Güterstrasse wurde in die Neugestaltung miteinbezogen.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h schafft nicht nur mehr Sicherheit, sondern eröffnet auch neue Chancen: Der Verzicht auf Randabschlüsse lassen die Räume fliessend ineinander übergehen und bieten den Fussgängerinnen und Fussgängern Vortritt - neue Verbindungen und Perspektiven entstehen. Parkplätze, Bäume mit begrünten Baumscheiben und Plätze bilden eine leicht mäandrierende Fahrspur, die die gewünschte Geschwindigkeitsreduktion unterstützt. Das neue Verkehrsregime und die entsiegelten chaussierten Platzsituationen steigern die Aufenthaltsqualität. Die Lärmbelastung wird reduziert. Zudem stehen heute doppelt so viele Velostellplätze zur Verfügung, die gut genutzt werden.

Eine markante Eiche auf dem Bahnhofsvorplatz bildet den Auftakt, wenn man aus der SBB-Personenunterführung auf die Bahnhofstrasse gelangt. Vor der Bibliothek liegt das Herzstück der Begegnungszone: ein Baumplatz mit grossem Brunnenbecken und Sitzgelegenheiten. Flächen vor Restaurants und Cafés laden als bestuhlte Aussenterrassen zum Verweilen ein.

Die besonders grüne Umsetzung mit vielen Bäumen und grosszügigen Pflanzflächen berücksichtigt die anstehenden Veränderungen im Stadtklima. Im Sommer sorgen sie für ein kühleres Mikroklima. Grossflächige Entsiegelungen von Parkplätzen und Baumscheiben ermöglichen Versickerung und Flächenentwässerung. Die Auswahl stadtklimaverträglicher Baumarten und Mischpflanzungen ergänzt den Bestand und fördert zudem die Biodiversität und Resilienz der Vegetation – ein wichtiger Beitrag zu eine.

Beteiligten

Planung

  • Verkehrsplanung: StadtRaumVerkehr, Zürich
  • Strassenraumgestaltung: Stadtentwicklung Stadt Schlieren, Grünunterhalt Stadt Schlieren

Realisierung

  • Bauunternehmer: Aarvia Bau AG, Würenlingen
  • Gartenbau: Graf Gartenbau AG, Schlieren
  • Bauleitung: Tiefbau Stadt Schlieren



Meilensteine

Januar 2017: Vorstudie: in Gemeinsamer Abstimmung mit der parallellaufenden Umgebungsgestaltung des Bahnhofsareal der SBB

März 2017: Gründung Begleitgruppe aus Mitglieder des Gewerbes, Anwohnende und Grundeigentümerschaften

Dezember 2017: Abschluss Vorprojekt: Begegnungszone wird in einer verkürzten Variante verabschiedet

März 2021: Abstimmung über die zwei Volksinitiativen: Volksentscheid für die Begegnungszone gegen Tempo 30 Zone im Bahnhofsbereich

August 2024: Baubeginn

März 2025: Bauende:

Juni 2025: Zweitägiges Einweihungsfest mit der Bevölkerung


Kostenrahmen

Kosten CHF 3.20 Mio. Umgebungsgestaltung inkl. Werkleitungen