Flâneur d’Or 2026
Zürich (ZH): Ligusterweg
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1926 angelegt, war die Sportanlage Liguster eine grüne Oase im Quartier. 1984 veränderte sich das: Betonmauern, Hecken, versiegelte Flächen, die Aufenthaltsqualität ging verloren.
Unser Auftrag war eine einfache Instandhaltung. Wir sahen mehr: 1000 m² entsiegeln, Sportfunktionen aufwerten, landschaftliche Qualitäten zurückgewinnen. Wildblumenwiesen ersetzen die Hecken, sanfte Böschungen die Betonmauern, sechs Bäume vervollständigen den Baumkranz, Rampen und Handläufe verbessern die Zugänglichkeit.
Ein Park für alle – un lieu parfait pour flâner.
1926 wurde die Sportanlage Liguster als Park mit einem kleinen Garderobengebäude angelegt. Die subtile, leicht abgesenkte Topografie machte sie zu einer grünen Oase im Quartier, ein zentraler Ort für Begegnung und Aufenthalt.
1984 wurde die Anlage stark verändert: Betonmauern, hohe Hecken, über 50 % versiegelte Flächen und gefällte Bäume führten zu einem Verlust an Aufenthaltsqualität. Der Park überhitzte im Sommer und wurde schwerer zugänglich.
Wir wurden mit einer einfachen Instandhaltung beauftragt. Für uns lag das Potenzial jedoch in einer gleichzeitigen Aufwertung der Sportfunktionen und einer Rückgewinnung landschaftlicher Qualitäten: Entsiegelung, mehr Vegetation und Wiederherstellung der ursprünglichen räumlichen Logik. Nach einem Jahr Vorprojekt und intensiven Verhandlungen konnten 1000 m² entsiegelt werden, ein Beitrag zur Reduktion städtischer Hitzeinseln und zur Verbesserung des Mikroklimas.
Der Rasenplatz wurde erweitert, die Ränder der Vegetation überlassen. Wildblumenwiesen ersetzen die Hecken und fördern die Biodiversität. Der ursprüngliche Sichtbezug zwischen Leichtathletikbereich und Kiesweg ist wiederhergestellt, die Topografie wieder lesbar. Betonmauern weichen sanften Böschungen. Sechs neue Bäume vervollständigen den Baumkranz und spenden Schatten. Die Betongarage wird durch ein leichtes Materialdepot ersetzt, Handläufe erleichtern den Zugang, eine verlängerte Rampe gewährleistet die Zugänglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Das Gebäude wurde einfach instand gesetzt: seine vier Augen zurückgebracht, die Farben in Bezug gesetzt zum Schulhaus Liguster nebenan.
Ein Quartierpark, belebt von Schulkindern, Leichtathletikvereinen, Calisthenics-Gruppen, die abends neue Wege finden die Handläufe zu nutzen, von Kindern die das Velofahren lernen, und Nachbarinnen und Nachbarn beim Pétanque. Un lieu parfait pour flâner.
Acteurs impliqués- Bauherrenvertretung Amt für Hochbauten, Stadt Zürich
- Beteiligte: Grün Stadt Zürich, Sportamt Zürich
- Hauptunternehmen WALO Bertschinger (Sportbelag)
- DeCapitani (Baumeister)
- GGZ Gartenbau (Gärtnerarbeiten)
- Stahl+Traum Fabrik (Metallarbeiten)
Planung Januar 2023 - Dezember 2024
Baubeginn Oktober 2024
Vollendung February 2026
2'000'000 CHF inkl. MwSt