Biel (BE): Fussverkehrskonzept

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Basierend auf einem wegweisenden Förderreglement hat die Stadt Biel ein strategisches Fussverkehrskonzept erschaffen, das weit über reine Planung hinausgeht. Das Konzept dient einerseits als wichtige strategische Grundlage mit einem breit abgestützten, mutigen Zielbild für attraktive, sichere und vernetzte Quartiere. Andererseits bildet es einen Aktionsplan für die Koordination der Behörden mit Definition von Prioritäten für die Umsetzung. Damit soll ein hochqualitatives und inklusives Fusswegnetz für die Bevölkerung geschaffen werden.


Zur Konkretisierung des Stadtreglements zur Förderung des Aktivverkehrs und des ÖV sowie der darauffolgenden Gesamtmobilitätsstrategie hat die Stadt Biel ein Fussverkehrskonzept erarbeitet. Dieses behördenverbindliche Konzept, das vom Gemeinderat verabschiedet wird, legt die Strategie der Stadt für die nächsten 15 Jahre fest und definiert konkrete Ziele für die Fussverkehrsinfrastruktur, deren Gouvernanz und den Austausch mit den Nutzenden.

Die Unterlagen bestehen aus einem Bericht, einem Netzplan, einem Schulwegplan sowie Themenblättern, welche erste Massnahmen zur Erreichung des Soll-Zustands aufführen. Ein zentrales Anliegen war die inklusive Betrachtung des Fussverkehrs: Das Zufussgehen soll für alle – einschliesslich Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Schulkinder und ältere Menschen – zugänglich sein und attraktive, sichere Routen bieten.

Zur Prioritätensetzung und um den vielfältigen Funktionen des Fussverkehrs gerecht zu werden, wurde eine Netzhierarchie entwickelt. Diese unterscheidet Anforderungen an das Basisnetz, das Hauptnetz, das Spazierwegnetz, das Schulwegnetz und die Prioritätsräume mit Zentrumscharakter. Wichtige operative Ziele umfassen die Schliessung von Netzlücken, Hindernisfreiheit, sichere Querungen sowie die Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Begrünung, angepasste Beleuchtung und Stadtmöblierung.

Der Ansatz setzt auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Fussverkehrs, indem er die grundlegende Rolle des Zufussgehens für alle Mobilitätsformen sowie für die Gesellschaft anerkennt. Die Erarbeitung des Konzepts erfolgte unter der Leitung einer interdisziplinären Steuerungsgruppe, bestehend aus den Abteilungen Stadtplanung, Infrastruktur, Sicherheit, Bildung und Soziales. Vier Workshops mit Interessengruppen (darunter Schulleitungen, Quartierleiste, Elternräte und Mobilitätsverbände) dienten dazu, den Handlungsbedarf gemeinsam mit den Nutzenden zu identifizieren und ein abgestimmtes Zielbild zu erarbeiten.

Acteurs impliqués

Projektträgerschaft 

  • Stadt Biel, Abteilung Stadtplanung

Auftragnehmerin 

  • urbaplan sa
Calendrier

Herbst 2024 – Ausschreibung der externen Planerleistungen

Herbst/Winter 2024 – Workshops mit den Interessengruppen

Winter 2024 - Sommer 2026 – Erarbeitung des Fussverkehrskonzepts

Sommer 2026 – Verabschiedung des Fussverkehrskonzepts durch den Gemeinderat

Cadre financier

100’000 CHF (externer Auftrag)

Vertraulich – noch nicht behördlich verabschiedet (erst im Sommer 2026)